Zu den Argumenten gegen den Mindestlohn möchte ich jetzt nicht eingehen. Ich setzte mich jetzt mit einem zentralen Argument für den Mindestlohn auseinander.
Zum Thema Mindestlohn hört man immer wieder das Argument:
"In anderen Ländern hat der Mindestlohn auch keine Arbeitsplätze zerstört".
Ich halte dieses Argument für gefährlich, obwohl ich für den Mindestlohn bin. Den ein solches Argument kann schon morgen durch andere Erkenntnisse konterkariert werden.
Mir wäre es lieber zu sagen: Wenn der Mindestlohn Arbeitsplätze kostet, dann kostet er eben Arbeistplätze.
Dies ein Gegenentwurf zum neoliberalen: "Sozial ist, was Jobs schafft". Dieser ziemlich dämliche Spruch (Sklaverei schafft auch Jobs) wird von verschiedenen Lobbyisten und Politikern gerne gebraucht.
Es ist besser den Kampf für den Mindestlohn mit einer Aufstockung der Sozialhilfe/Hartz IV zu verbinden, damit Menschen eben nicht gezwungen sind, für immer weniger Lohn immer länger zu arbeiten, anstatt für Arbeit um jeden Preis zu kämpfen. Arbeit an sich macht nicht satt.
Ein Mindestlohn ändert nichts am System.
Dennoch brächte er einigen Arbeitnehmern Verbesserungen, davon bin ich überzeugt.
Darauf zu verzichten würde auf eine Alles- oder- Nichts - Strategie herauslaufen. Entweder wir überwinden den Kapitalismus ganz oder wir erreichen nichts.
Sicher alles andere als sinnvoll.